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Behandlung einer Depression

Im Vordergrund der modernen Behandlung einer Depression steht die Therapie mit Medikamenten und die Psychotherapie. Der grösste Behandlungserfolg wird bei einer Kombination der beiden Behandlungsformen erwartet. Welche konkrete Vorgehensweise für Sie am besten ist, kann nur eine Fachperson in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen feststellen. Auf www.medindex.ch finden Sie mögliche Ansprechpartner.

Therapie mit Medikamenten
Psychotherapie


Therapie mit Medikamenten

Bei der Behandlung der Depression mit Medikamenten unterscheidet man drei Bereiche:
  • Akutbehandlung
  • weiterführende Behandlung
  • Rückfallprophylaxe
Weiterführende Behandlung
Nach den Richtlinien der WHO (Weltgesundheitsorganisation) sollten die Antidepressiva nach der Genesung von einer Depression mindestens 6 Monate weiter genommen werden, um einen langfristigen Therapieerfolg zu gewährleisten.

Rückfallprophylaxe
Die prophylaxische Behandlung wird von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfohlen, wenn
  • bereits mehr als eine schwere Episode einer depressiven Erkrankung aufgetreten ist.
  • oder in den letzten 5 Jahren eine oder mehrere Episoden einer depressiven Erkrankung aufgetreten sind.
Quelle: Consensus Statement WHO, Journal of Affective Disorders 17, 1989, 197-8

Verlauf der medikamentösen Akutbehandlung
Sie tragen wesentlich zum Erfolg der Behandlung bei, indem Sie Ihren Arzt / Ihre Ärztin über alle Wirkungen und Nebenwirkungen informieren. Ändern Sie die Einnahme nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt /der Ärztin.
  • Im allgemeinen muss das Medikament während mehrerer Monate täglich genommen werden. Es ist regelmässig einzunehmen, nicht nur wenn Symptome da sind.
  • Es kann mehrere Wochen dauern, bis Sie eine erste Besserung spüren.
  • Da nach dem Absetzen der Medikamente die Besserung oft wieder nachlässt, kann es sein, dass Ihr Arzt / Ihre Ärztin Ihnen empfiehlt, die Medikamente auf längere Zeit hin weiter einzunehmen.
  • Sollte ein Medikament bei Ihnen nicht wirken oder unangenehme Nebenwirkungen haben, lohnt es sich auf jeden Fall, ein anderes Antidepressivum auszuprobieren, das möglicherweise besser zu Ihrem Körper passt.


Antidepressiva
  • Neben den älteren Antidepressiva (Trizyklika) stehen heute auch moderne Antidepressiva mit gleich starker Wirkung, aber weniger Nebenwirkungen zur Verfügung. Es finden v.a. sogenannte SSRI's Anwendung. Alternativ gibt es noch SNRI's sowie NASSR's.
  • Fragen Sie Ihren Arzt, welche Medikamente für Sie in Frage kommen.

Psychotherapie

Praktisch jede psychotherapeutische Richtung beschäftigt sich mit Depressionen und bietet ein Behandlungskonzept an. Die einzelnen Vorgehensweisen können dabei sehr unterschiedlich sein. Analysen haben gezeigt, dass kognitiv-verhaltenstherapeutische Psychotherapien anderen Therapieformen in der Wirksamkeit überlegen sind. Als wichtige Voraussetzung gilt in jeder Psychotherapie, dass Sie Vertrauen zum Therapeut haben und sich wohlfühlen. Eine Psychotherapie kann bei leichten bis mittleren Formen der Depression ebenso wirksam sein wie eine medikamentöse Behandlung. Bei schwereren Formen wird sie begleitend zu Antidepressiva eingesetzt.

www.psychotherapie.ch
Auf der Homepage des Schweizer Psychotherapeutenverbandes finden Sie Informationen über Psychotherapie sowie eine kostenlose Vermittlung von Therapieplätzen.

www.psychiatrie.ch
Homepage der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie mit einem Infoteil für Patienten (Adressen, Psychiaterliste); Schweizerische Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie

www.psy-online.de/psychotherapie/psy.htm
Erläuterungen zu den unterschiedlichen Therapieformen bei Depressionen und verwandten Erkrankungen auf der Homepage einer deutschen Praxis für Psychotherapie.