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Verwandte psychische Erkrankungen

Eine Depression wird oft von anderen psychischen Erkrankungen begleitet oder aber ist selbst eine Begleiterscheinung einer anderen psychischen Krankheit. Am häufigsten mit Depressionen assoziiert sind Angststörungen. Die verbreitetsten Angststörungen sind:

Panikstörungen
Zwangserkrankungen

Panikstörungen

Die Panikstörung ist eine psychische Erkrankung und gehört zu den Angststörungen. Sie ist gekennzeichnet durch Panikattacken, d.h. plötzlich auftretende Angstanfälle. Dabei treten meist mehrere der folgenden Begleiterscheinungen auf:
  • Herzklopfen, Herzrasen oder unregelmässiger Herzschlag
  • Schwindel, Benommenheit, Schwächegefühl
  • Kurzatmigkeit oder Atemnot
  • Schwitzen
  • Schmerzen oder Beklemmungsgefühle im Brustkorb
  • Zittern
  • Hitzewallungen oder Kälteschauer
  • Erstickungs- oder Würgegefühle
  • Kribbeln oder Taubheit in gewissen Körperteilen
  • Todesangst
  • Übelkeit oder Magen-Darm-Beschwerden
  • Gefühle der Unwirklichkeit oder des Losgelöstseins
  • Angst, verrückt zu werden
  • Angst, die Kontrolle zu verlieren


Diese Symptome sind an sich ungefährlich. Jedoch sind sie für die Betroffenen so schlimm, dass die Angst vor einer neuerlichen Panikattacke (die Angst vor der Angst) sie dazu bringt, auslösende Situationen zu vermeiden. Dies kann zur Vermeidung von engen oder geschlossenen Räumen, von Menschenansammlungen, von grossen Plätzen oder Brücken führen. Von Panikstörung spricht man, wenn wiederholt Panikattacken ohne erkennbare Auslöser auftreten. Wird eine Panikstörung nicht behandelt (durch Verhaltenstherapie und/oder Antidepressiva), kann dies zu totaler sozialer Abkapselung und Unselbstständigkeit führen.

Quelle: DSM-IV (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders - Fourth Edition)

Zwangserkrankungen

Jemand, der an einer Zwangserkrankung leidet, muss immer wieder die gleichen Gedanken denken oder die gleichen Handlungen ausführen. Ähnlich wie bei einem Tic (z.B. Augenzwinkern) lassen sich diese zwanghaften Gedanken oder Handlungen willentlich nicht abstellen, obwohl die betroffenen Personen die Unsinnigkeit ihres Tuns meist einsehen. Da die Zwänge zudem sehr zeitraubend sind (mehr als eine Stunde täglich) und das Alltagsleben stark beeinträchtigen, ist dieser Zustand äusserst quälend.

Es handelt sich dabei um eine psychische Störung, die mit Medikamenten und/oder Verhaltenstherapie behandelt werden kann.

Etwa 1 - 3 % aller Menschen erkranken einmal im Leben an einer Zwangsstörung. Sie und ihre Angehörigen leiden unter einer Krankheit, die bisher noch wenig bekannt ist. Tragen Sie dazu bei, dies zu ändern! Informieren Sie sich (z.B. auf www.zwang.ch). Sprechen Sie darüber und scheuen Sie sich nicht, Ihren Arzt / Ihre Ärztin zu fragen!